Der Gesang des Sehers


Abendlied

Oh große Luna deine Kinder sind gefallen
Ohne Kinder ist die schwarze Masse leer
Nur die Dunkelheit
streben nun Hunger, Pest, Krieg und Tod nach der Vollkommenheit
Neben dir, oh große Luna
und du verblasst

Oh großer Kada, ist der Wurm gefallen?
Du hast lang genug gekämpft
Ruhe dich aus, der Kampf wird erneut beginnen wenn die Erde bebt
Doch leg dich jetzt zur Ruhe und höre dem Wurm zu
Wenn er dich ganz zärtlich hält

oh großer Desoto bist du nun erwacht
träumst nicht mehr von dem großen Wald
Oh bitte schlaf doch ein bevor unsere Welt nicht mehr blüht
ich singe dir ein Abendlied

oh großer Jago ich trauer um dich
warst du doch ein edler Wolf
so bist du jetzt ein Niemand nun
schon seit Anbeginn der zeit
weil sie dich verlassen hat

oh großer Santina
Hast du nicht mit der Katze gesprochen
gabst du ihr nicht deine Liebe preis
du törichter Wolf
Wer versteht schon eine Katze um Mitternacht

so such ich nun nach einem Schlüssel
doch schau ich nicht gerade aus
ich blicke lieber hinter mich
bereite meinen Weg
der doch seiner sein wird
Fünf schritte muss ich machen, umschreite jeden Stein
Dann trete ich vor den Altar wo Götter liegen
Zu legen mich zur Ruh

Erwacht er endlich unser Gott
entscheidet ob Tod ob Leben, meine Rasse wird gerichtet
wird uns der Affe besiegen?
Verblasst das Licht verblasst das Leben
Und wandeln wird er in Finsternis
Der letzte Tag ist nahe, mit blinden Augen werden wir ihn kommen sehen,
unsere Körper Gift und Geifer,
Im roten Wasser werden wir ertrinken, wenn das Auge sich am Himmel zeigt
Zu schmälern deinen Glanz oh Mutter

So breche ich auf
Suche den Schlüssel
Begleitet von ihnen werde ich seinen Weg bereiten
Deine Erwählten werden ihn führen, Oh Luna

Ich sah die zeit die kommt,
Ich sah den der uns folgt
Mit ihm kommt die Veränderung
Mit ihm erhebt sich die Welt
Mit ihm allein durchschreitest du das Tor

Ich fühle eine Macht heraufsteigen,
Der Brunnen versiegt,
achte darauf wem der Brunnen gehört!
Das Licht nimmt ab,
achte darauf wem das Licht gehört!
Dein Leben verrinnt,
achte darauf wem Dein Leben gehört!

Das Ende ist gekommen
Es ist Abend, hört mein Lied!




Willkommen

Willkommen bei "Wolfszeit".

Bei "Wolfszeit" handelt es sich um ein sogenanntes Chat-Rollenspiel. Wie der Name schon sagt werden Spiele dieser Art in Chats gespielt, was den Vorteil hat relativ viel Dynamik im Spiel selbst zu haben, da man direkt auf die anderen Mitspieler reagieren kann.
Die Spieler verkörpern hierbei Wölfe, fiktionale Charaktere, in die sie sich hinein versetzen und aus deren Sicht sie ihre Aktionen im Spiel beschreiben.
Die Wölfe von "Wolfszeit" haben zum Teil starke Fantasyelemente, so sehen sie z.T. sehr ungewöhnlich aus und sind in der Lage in menschlicher Form zu denken. Einige von ihnen verfüge zudem über spezielle Fähigkeiten. Ansonsten handelt es sich jedoch bei den meisten von ihnen um mehr oder minder normale Vertreter des Canis lupus.
In der Welt von "Wolfszeit", "Teramar" haben Wölfe einen schweren Stand: Jahrhunderte lang von den Menschen gejagt steht ihre Art am Rande der Ausrottung...doch der Mensch ist nicht die einzige Bedrohung, die auf dem Kontinent Teramar lauert. Die Wolfszeit-jene Zeit die dem Untergang voran geht- ist für die Wölfe angebrochen und das erfüllen einer alten Prophezeihung wird darüber entscheiden ob die Wolfheit ihrem Ende noch einmal entgehen kann oder nicht.

"Wolfszeit" unterscheidet sich von anderen Wolfsrollenspielen zum einen dadurch, dass wir ein Würfelsystem benutzen und es zum anderen keine feste, im voraus festgesetzte Rangfolge gibt. De Facto gibt es bislang nicht einmal ein festes Rudel.
Wie alles andere auch ergeben sich solche Sachen bei uns "Inplay" also im Spiel selbst durch das Ausspielen der verscheidenen Charaktere. Das Ziel dieses Spieles ist somit in erster Linie eine spannende Geschichte zu erzählen, die für jeden Mitspieler aktiv mit zu erleben und zu gestalten ist.

Wie daraus ersichtlich sein sollte ist dies, wie schon erwähnt, ein Spiel! Realitätsnähe o.ä. existiert also nur bedingt und ist auch nicht Sinn oder Ziel von "Wolfszeit".




Eine kleine Geschichte

Ein Wolf

Mit schweren Schritten schleppte er sich vorwärts, die Pfoten die ihn nun schon so weit getragen hatten sanken mit jedem Schritt schwerer auf den Boden zurück. Mit dem kalten Wind, der in eisigen Böen durch sein graues Fell fuhr wurde die Witterung sich ankündigenden Schnees an die immer noch so empfindsame schwarze Wolfsnase getragen.
Während das Riechorgan des grauen Rüden ihren Dienst noch ohne größere Schwierigkeiten verrichtete, waren seine anderen Sinne in den letzten drei tage schleichend schwächer geworden. Der Körper des einst so mächtigen Ruelführers und Vaters vieler Welpen fühlte sich taub und stumpf an und die ehemals leuchtend gelben Augen hatten ihren Glanz eingebüsst. Mit der voran schleichenden Erblindung, die die Sicht des Wolfes raubte hatten sie begonnen sich in einen milchig weißen Ton zu verfärben. Er kannte diese Zeichen. Er wusste wie sein Ende aussah.
Die Krankheit kam über Nacht über sein Rudel, dass dem Gift, das die Körper der grauen Jäger in Besitz nahm hilflos ausgeliefert war. Nach und nach fielen sie einer nach dem anderen, nachdem ihr langer Kampf gegen den Geifer der aus allen ihren Poren drang und ihre Körper von innen verzehrte, endgültig verloren war.
Er hatte getan was er konnte, doch auch er konnte ihrem langsamen Sterben letztlich nur hilflos zusehen. Mit blinden Augen, die rosa Zungen aus den weit aufgerissenen, nach Luft schnappenden Mäulern hängend, starrten sie ihrem Tod ins Angesicht....Das Bild hatte sich in seinen Geist gefressen und schwebte in geisterhafter Illusion beständig vor seinem stetig dunkeler werdenden Augenlicht.
Er hatte seine Gefährtin sterben sehen, hatte ihren toten Leib wie den seiner Söhne Töchter und Freunde zurück lassen müssen, in der Hoffnung die Krankheit habe ihn verschont und sein Blut würde mit ihm überleben. Doch nachdem sein Herz bereits mit seinem Rudel gestorben war konnte er nun auch spüren wie der Tod ebenso begann von seinem leib besitz zu ergreifen. Er war der letzte.
Im kleinen Wolken stob sei Atem stoßweise aus dem ausgemergelten Leib. Das Luftholen fiel ihm zunehmend schwerer, wurden seine Lungen doch von eitrigem Schleim langsam erstickt, der ihm auch aus dem geöffneten grauem Maul lief, ohne dass er eine Kontrolle darüber gehabt hätte.
Mit einem heiseren Schnaufen ließ sich der Rüde aus dem langsamen beschwerlichen Gang zu Boden sinken. Das hohe Gras der Ebene bot ihm zumindest eine leichte Deckung, obwohl ihm das im Grunde egal war. Seine zitternden Beine vermochten ihn nicht länger zu tragen, das wusste er. Eine kurze Pause, das war alles was er brauchte. Es würde schon alles wieder gut werden.
Die hell befellten Lieder wurden zunehmend schwerer und bald schon war er nicht weiter in der Lage seine Augen, die seine Welt ohnehin nur noch in einem dunklen Schattenspiel wieder gaben, offen zu halten und übergab sich dem Schlaf und dem Frieden, den er enthielt.
Als er seine Augen wieder aufschlug glitt sein getrübter Blick zum Nachthimmel über ihn. In leuchtenden Schauern fielen die Sterne herab. Feurig stürzten sie auf die Welt, während sich das Firmament durch ihren Fall leerte. Ungläubig starrte der Rüde empor und konnte fühlen, wie sich mit dem Himmel auch etwas in ihm selbst leerte. Seine Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an und hustend rang er nach Luft. Was war nur geschehen? Was hatte seine Welt in so kurzer Zeit in eine Tod bringende Hölle verwandelt? Verzweifelt wand sich der Graue hin und her, bestrebt seinen sterbenden Körper weiter mit der lebensnotwendigen Luft zu versorgen. In seinen weißen Augen glitzerten die fallenden Sterne, die mit hellen Schweifen in Dunkelheit stürzten- so wie er. Mit jedem der einst so leuchtenden Gestirne sank die Kraft des Wolfes, der in seinem eigenen Geifer liegend um sein Leben rang. Schließlich lag er still. Die Flanken des Grauen, über die sich die Haut des Wolfes wie Pergament spannte, hebten und senkten sich unregelmäßig und angestrengt, während sein Blick weiter dem Himmel entgegen gerichtet blieb. "Wir haben verloren..." röchelte seine heisere Stimme...und er wusste dies war der Anfang vom Ende für die seinen...

 

Scrii | NPC | Mitglied der Krrelàru Lyraare

 

Last Update
01 09 2013
News

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"Er wollte dass ihr das Lied hört, nicht wahr? Die alte Prophezeihung .... nun da der Himmel leer ist rückt das Ende näher. Auch ohne Augen kann ich es fühlen...."
~Aketa

Igirň te Lanigir, Lan, Druh, hór garth zertar.
Kérlor Ártanare, Kérloro Tem- kaékalraskué.
Risignáe ta Morur kurtar.
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